______________Naturhaus Gwerder in Seelisberg______________

 

Bericht von der Zeitschrift Zeitpunkt Ausgabe 115

 

Ein einzigartiges Werk von Hand: das Sondermüll-freie Haus

Eine inspirierende Geschichte erreicht uns aus Schwyz. Lukas Gwerder, leidenschaftlicher Handwerker, hat Grosses vor: Er baut für seine Familie und sich ein Haus, dessen Bausubstanz zu 99 Prozent frei von Sondermüll ist. Sämtliche Holz- und Schreinerarbeiten übernimmt er selber. Der Naturschreiner freut sich jetzt schon auf sein fertiges Heim, das in dieser Art wohl einzigartig in der Schweiz sein dürfte. In gut einem Jahr wird es soweit sein. Das Haus soll „von sich aus halten“ und möglichst metall- und leimfrei sein. Natursteinmauern bilden das Fundament, daneben verwendet Gwerder viel Holz (unbehandelts). Um Strahlungen zu reflektieren zum Beispiel eine Schindelschalung aus Zedernholz. Als Isolationsschicht nach innen dient ein Hanf-Kalk-Putz, gegen aussen schützt eine Hanfmatte  vor Feuchtigkeit. Damit der Elektrosmog besser das Haus umfliesst, ist kein Winkel spitzer als 90 Grad. Die Fensterscheiben sind bewusst ohne UV-Schutz ausgestattet, das Sonnenlicht spart künstliche Lichtquellen. Unter dem Haus sorgt ein Hohlraum mit Luft für eine natürliche Wärmeerzeugung. Einzig die Finanzierung einer unabhängigen Strom- und Heizversorgung macht Gwerder noch Kopfzerbrechen.

Für ihr Traumhaus müssen Lukas und Martina Gwerder nicht mal tiefer in die Tasche greifen als andere Hausbauer. Aufgrund des soliden Schutzes gegen Feuchtigkeit komme der Bau langfristig sogar günstiger. Das schöne Gefühl, im eigenem Heim gesund alt werden zu können, ist sowieso unbezahlbar.

 

Interessierte sind auch während der Bauphase willkommen, die Entstehung des Sondermüll-freien Hauses zu verfolgen.

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